Wie viel darf bzw. soll ein Hochzeitsgeschenk kosten?
Wie viel darf bzw. soll ein Hochzeitsgeschenk kosten?
Auch für Hochzeitsgeschenke gilt: Geschenke sollten die Wertschätzung ausdrücken, die der Schenkende den Beschenkten entgegenbringt. Allerdings ist auch richtig: Niemand sollte durch die Höhe seines Aufwands für das Geschenk andere Gäste düpieren. Nur die Eltern dürfen natürlich ganz tief in die Tasche greifen. Ansonsten gibt es keine festen Regeln für die Höhe des Geldbetrages für ein Hochzeitsgeschenk.
Natürlich gibt es Traditionen, die unser Schenkverhalten beeinflussen und es stellt sich häufig die Frage, die wohl nie an Aktualität verliert, wie viel soll bzw. darf man ausgeben.
Geschenke von den Eltern
Zwar ist
es heutzutage längst nicht mehr so, dass die Eltern der Braut die Hochzeit
alleine finanzieren, aber von den meisten Eltern wird zumindest die gemeinsame
Ausrichtung der Hochzeit erwartet. Geschenke darüber hinaus sind abhängig vom
eigenen Geldbeutel. Das Hochzeitsgeschenk ist ohnehin das letzte große Geschenk
der Eltern nach dem 'ersten' Auto. Fortan beschenken die Eltern bevorzugt
lieber ihre Enkel.
Geschenke von den Verwandten
Ansonsten hat sich als allgemeine Richtschnur bewährt, dass nahe Verwandte wie Geschwister, Großeltern und Geschwister der Eltern in der Regel einen größeren Geldbetrag einsetzen als beispielsweise Cousine und Cousin oder noch weiter entfernte Verwandte.Geschenke von Trauzeugen, Freunden und Bekannten
Für die weiteren Hochzeitsgäste gilt die ungeschriebene Reihenfolge: Befreundete Trauzeugen schenken am besten eine Spur mehr als Freunde und Bekannte. Um einen Anhaltspunkt zu haben, sollten Freunde sich abstimmen und die angemessene Höhe in etwa gemeinsam festlegen. Jeder Freundeskreis hat ohnehin Grenzen für übliche Geschenke zu Geburtstagsfeiern und dieser Betrag sollte zumindest verdoppelt werden - schließlich heiraten ja zwei Personen. Ein Schnaps mehr ist aber in jedem Fall angemessen.Orientierungshilfen
Größe der Feier
Eine andere Methode zur Ermittlung der Höhe eines Geschenkes besteht in der Orientierung am Aufwand für die Feier: Lädt das Brautpaar zu einer standesgemäßen Feier in einem Fünf-Sterne-Hotel ein, sollte das Geschenk größer ausfallen, als wenn es das Paar ins Vereinsheim des Schützenvereins zieht. Schließlich wird dem Gast auch mehr geboten. Hinter dieser Vorgehensweise steckt ein sehr alter Gedanke: Die Eltern könnten statt eine Feier auszurichten das Geld auch direkt an das Hochzeitspaar auszahlen. Aber das ist natürlich nicht so gesellig. Damit das Hochzeitspaar keine finanziellen Einbußen durch die Feier erfährt, sollte daher jeder Gast zumindest seinen Anteil tragen.
Hochzeitstisch
Eine weitere Orientierungsgröße liefern die Brautpaare selbst durch einen Hochzeitstisch, der Geschenkideen offeriert wie Porzellan oder Haushaltsgeräte. Der Vorteil einer solchen Lösung ist ohnehin, dass Doppelgeschenke vermieden werden. Aber auch in anderer Hinsicht leben wir in liberaleren Zeiten: Geldgeschenke beispielsweise zur gemeinsamen Finanzierung der Hochzeitsreise durch die Hochzeitsgäste sind erlaubt.Durchschnittswert
Mittlerweile gibt es aber einen Durchschnittswert, an dem man sich individuell halten kann.
Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen geben meist für einen ganzen Tag zwischen 60 Euro und 80 Euro, für einen halben Tag entsprechend weniger. Mitgebrachte Kinder kalkuliert man meist als halbe Person.
Je enger das Verhältnis zum Brautpaar ist, desto mehr möchte man meist auch schenken. So übernehmen auch heute noch viele Brauteltern die Kosten für die Hochzeitsreise oder gar für die komplette Hochzeitsfeier. Die Großeltern schenken meist für eine ganztägige Hochzeitsfeier pro Person 150 Euro.


